Vadstena

Vadstena: Ein Schmuckstück am Vättern-See  

Vadstena

Karte

Die Stadt Vadstena mit ihren 7800 Einwohnern ist sicherlich eine der schönsten Städte in Schweden. Die Stadtrechte erhielt Vadstena im Jahre 1400 von der damaligen Königin Margareta. Wenn Sie, ganz gleich aus welcher Richtung auch immer, Vadstena erblicken sehen Sie als erstes den Turm der Klosterkirche und des Schlosses.

Der Bau des  Schlosses wurde 1545 von Gustav Vasa begonnen und von seinen Söhnen beendet.

Heute ist das Schloss Ziel von einigen zehntausend Besuchern im Jahr. Neben einem Landesarchiv, gibt es eine ständige Ausstellung von Möbeln und Kunst aus dem 17. Jahrhundert und eine jährlich wechselnde Themenausstellung. Im Sommer hat hier das Touristenbüro seinen Sitz. Der Burghof wird während dieser Zeit für Opern und Theateraufführungen genutzt.


 

Vadstena

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Im alten Schlossgraben ist der Gästehafen untergebracht.

Wenn Sie einen Tagesausflug auf den Vättern unternehmen möchten, können Sie diesen hier am Hafen buchen. Im Umfeld des Schlosses finden Sie einen sehr gepflegten Park mit Bänken, aber man kann natürlich auch den Rasen zum Rasten benutzen. Kleine Stärkungen und Kaffee werden an verschiedenen Stellen angeboten, mit und ohne Sitzgelegenheit. Am Schloss gibt es jeden Tag etwas Neues.

 

Vadstena

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Vadstena


Die Klosterkirche wurde nach den Anweisungen der heiligen Birgitta erbaut und 1430 eingeweiht. Jetzt sind wir beim Thema: Im katholischem (ca.150 000 in ganz Schweden) Vadstena ist die heilige Birgitta allgegenwärtig.

Mitte des 14. Jahrhunderts wohnte der König Magnus mit seiner Gemahlin in Vadstena. Ihre Hofdame war Birgitta Birgersdotter, welche hier die Offenbarung erhielt ein Kloster zu gründen. Laut Unterlagen soll Birgitta einen leichten Druck auf König Magnus ausgeübt haben (ich weiß nicht womit, aber natürlich streng christlich), bis der König ihr den damaligen Hof für die künftige Klosteranlage überschrieb. Nach dem Tod ihres Mannes eilte Birgitta nun nach Rom zum Papst, wo es Ihr 1370, nach zwölf Jahren, gelang von Papst Urban V. die Genehmigung zum Bau eines Klosters für Männer und eines Konventes für Frauen zu erhalten. Drei Jahre später starbt Birgitta in Rom. Ihre sterblichen Überreste wurden nach Vadstena gebracht. Im Jahre 1384 wurde das Kloster eingeweiht, und schon 1391 (rekordverdächtig) wurde Birgitta heiliggesprochen. Eine große Anzahl von Birgittinerklöstern wurden in Europa gegründet und Vadstena wurde zum bedeutenden Wallfahrtsort. Mit der Steigenden Zahl von Pilgern kam natürlich auch Geld nach Vadstena, das Kloster gewann an Macht und Ansehen und auch der Stadt ging es gut.

Im Jahre 1595 wurde das Kloster als letztes in Schweden im Zuge der Reformation geschlossen.

 

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