Birgitta Birgersdotter
Im Jahre 1303 wurde Birgitta als Tochter eines Landrichters in Finsta in der Provinz Uppland geboren. Nach dem Tod ihrer Mutter, welche aus dem mächtigen Geschlecht der Bjälbos stammte, kam Birgitta 1314 zu einer Tante auf das Gut Aspanäs am See Sommen.
Schon mit dreizehn Jahren wurde Birgitta mit dem Adelsmann Ulf Gudmarsson verheiratet. Dieser wurde später Landrichter in der Provinz Närke.
Birgitta und Ulf hatten in ihrer Ehe acht Kinder. Am bekanntesten wurde die Tochter Katarina als erste Äbtissin des Klosters in Vadstena.
Einige Jahre verbrachte Birgitta am Hofe von König Magnus und seiner Königin Blanka als Hofdame im Königspalast zu Vadstena. Zu dieser Zeit hatte sie auch ihre erste Offenbarung: Die Gründung eines Klosters.
In der damaligen Zeit war es üblich, wenn man es sich den leisten konnte, eine Wallfahrt zu unternehmen. Im Jahre 1341 unternahm Birgitta mit ihrem Mann aus Anlass ihrer Silbernen Hochzeit eine Wallfahrt nach Spanien zum Grabe Jakobs. Für Ulf war die Reise nicht so toll. Er erkrankte und verstarb im Jahre 1341 im Kloster Alvastra in der Nähe von Vadstena.
Nach dem Tod ihres Mannes zog Birgitta in die unmittelbare Nähe des Klosters Alvastra. Hier hatte Sie zahlreiche göttliche Botschaften und in Ihr verstärkte sich das Gefühl, dass Sie die Berufung hatte ein Kloster zu Gründen.
Um Ihre Pläne zu Verwirklichen, mussten die Klosterregeln erst vom Papst genehmigt werden. So reiste Sie im Jahre 1349 nach Rom zum Papst. In Rom kam dann aber die große Enttäuschung: Papst Urban der V war nicht in Rom sondern in Avignon und es dauerte bis zum Jahre 1370, bis Sie die Genehmigung zur Gründung zweier Klöster in Vadstena bekam.
Im Jahre 1372 kam dann der göttliche Befehl zum Aufbruch ins heilige Land. Dort sollte sie Jerusalem und andere heilige Stätten besuchen. Auch hier im heiligen Land hatte sie eine Anzahl von Visionen unter anderen die Geburt des Heilands. Im Jahre 1373 kehrte sie nach Italien zurück.
In Italien angekommen erlebte Birgitta in einer Vision ihre eigene Todesstunde. Fünf Tage vor ihrem Tod teilte ihr Christus mit, dass sie nicht mehr nach Schweden zurück kehren würde. Nach einem letztem Gespräch mit Jesus am 23.07.1373 nahm sie die letzte Ölung entgegen und verschied. Ihre sterblichen Überreste wurden zurück nach Vadstena gebracht.
Am 07.10.1391 erfolgte vom Papst Bonifacius in Rom unter Teilnahme vieler Kardinäle und geistlicher aus Schweden eine feierliche Heilig-Sprechung.
Der 01.06.1393 wurde zum größten kirchlichen Feiertag in Skandinavien da man an diesem Tag die Reliquien in einem golden Schrein am Hochaltar der Klosterkirche in Vadstena beisetzte.
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