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Holzschnitzereien |
Durch
den Jahrhunderte dauernden Tauschhandel der Sami mit den Nachbarn wurden
diese auf den Reichtum des Samilandes aufmerksam. Die Folgen waren Raubzüge
und Unterdrückung der in kleinen Gruppen durch das Land ziehenden Samen. Nach
und nach begannen die Staaten rund um das Sapmi Anspruch auf den Handel
und auf das Land zu erheben. So konnte es vorkommen das ein und der
gleiche Stamm an mehrere Nationalstaaten Steuern zahlen musste. Dies war
auch die Ursache für einige Kriege zwischen den nordischen Staaten. Im
17. u. 18 Jahrhundert wurde ein alter und immer wieder beliebter Trick der
Nationalstaaten aus der Kiste gezogen um die territorialen Ansprüche und
die Souveränität über die Gebiete der Samen zu gewinnen.
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Geisel der Urbevölkerungen wurde losgeschickt - Missionare. Gleichzeitig
wurde eine Kolonisation eingeleitet. Die
Noiden der Sami und die Alten, als geistige Führer der samischen Kultur
wurden verfolgt. Die Noiden mussten den Missionaren ihre geweihten
Trommeln abgeben und wurden gezwungen ihrer alten Religion abzuschwören. Mit
der Zusage der Steuerbefreiung wurden schwedische Bauern ermuntert in den
Norden zu gehen. Die
Missionierung und die sehr bescheidene Kolonisation (den meisten war der
Norden zu rau) hatten aber nur geringen Erfolg. Die Sami wurden zwar im
Laufe der Zeit weiter nach Norden gedrängt, aber das Leben änderte sich
für sie nicht sonderlich.
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Holzschnitzereien
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Erst
ab Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich die Lage im Norden. In Schweden
begann der Umbruch der Gesellschaft von einem Agrarstaat zur
Industriegesellschaft. Eisenerz,
Holz und die ungeheure Menge an Wasserkraft wurden zum Aufbau benötigt.
Alles gab es im Sapmi zum Überfluss. Durch den Bau von Kraftwerken, einer
groß angelegten Holzwirtschaft und den Abbau von Erzen gelang das, was
den Missionaren nicht gelungen war. Ein gutes Einkommen lockte viele
Bauern und Tagelöhner nach Norden, die dort sesshaft wurden und Städte
und Gemeinden gründeten. Die
Sami wurden eine Minderheit im eigenen angestammten Wohngebiet. Der
schwedische Staat baute Schulen, Krankenhäuser und die Infrastruktur aus,
um aus den Sami schwedische Bürger zu machen. Vorteile zogen
wahrscheinlich beide Seiten aus dem Wechsel zur Industrienation.
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Blick vom Kraftwerk Porjus ins weite Lappland |
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den letzten 50 Jahren gab und gibt es immer noch Prozesse um die Nutzung
und die Anrechte auf das Land und die Wasserrechte. Die meisten Prozesse
hat aber der schwedische Staat gewonnen. Aber auch die Sami haben Erfolge
zur Erhaltung ihrer Kultur erzielt.
Die
eingefügten Bilder der Schnitz und Silberkunst stammen aus dem
Sami-Museum in Jokkmokk. Dort können sie noch mehr dieser wundervollen
Arbeiten besichtigen. |
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Ajtte |
| Ajtte ist der Name des schwedischen Fjäll & Sami Museum in Jokkmokk. Das Wort kommt aus dem Samischen und ist ein Ausdruck für ein Vorratshaus oder einen Schuppen. Genau wie in einem Vorratshaus sollen hier im Museum Sachen aus dem Leben der Samen und aus der Fjäll & Tierwelt bewahrt werden. |
Museum Ajtte in Jokkmokk |
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Museum Ajtte in Jokkmokk |
Neben einer permanenten Ausstellung „här i Säpmi – Om landet och folket“ ( Hier im Säpmi – über Land und Volk) gibt es eine Menge zusätzlicher Ausstellungen. Nach einem ausgedehntem Besuch im Museum sollte man noch das Restaurant von Ajtte besuchen. Hier werden samische Spezialitäten, Tagesgerichte, Kaffee und Kuchen serviert und alles zu moderaten Preisen. |
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