Der schwedische Größenwahn in dieser Zeit hatte einen Grund. In der Region um Falun waren reiche Erzvorkommen gefunden worden. Die Verarbeitung und der Export machten die Schweden reich, die Kassen waren gefüllt und wer viel hatte wollte noch mehr.

Karl fing einen Krieg mit Russland an, dies aber gefiel dem Dänen König Christian IV nicht und alles war wie gehabt: Es gab ein Unentschieden.

1611 segnete Karl das Zeitliche und sein Sohn Gustav Adolf II bekam die Krone.

König

Da der Sohnemann noch minderjährig war, übernahm der clevere Axel Oxenstierna 1612 als Reichsverweser die Geschäfte. Er schickte Adolf erst mal an die Front in Russland und Polen.

Dieser machte seine Sache gut und die Landgewinne in Polen und Russland stiegen. Schweden wurde zur Großmacht (Die Schweden hatten nichts davon, aber immerhin Klasse so als Großmacht).


 

Die Soldaten waren da und kein Gegner. Also beschloss König Adolf 1618 seinen bedrohten  Glaubensgenossen in Deutschland beizustehen. Der dreißigjährige Krieg begann.

Die Flotte war gut ausgebaut und Soldaten kosteten Geld auch wenn Sie nichts taten. Also ab mit der Truppe über die Ostsee. Dort warteten große Gewinne, dachte man. Naja und den Glaubensbrüdern konnte man auch noch helfen.

Im Jahre 1632  traf Gustav Adolf bei Lützen auf Wallenstein. Er gab in der Schlacht den Löffel ab und Kristina wurde die Erbin.

Viel zu Sagen hatte die Tochter von Adolf aber nicht. Oxenstierna blieb als Reichsverweser

an der Macht und Kristina durfte Ja und Amen sagen.


 

Die Soldaten zogen noch 16 Jahre durch Europa und verbreiteten Schrecken und Furcht bei diesem Glaubenskrieg der Protestanten gegen die Katholiken.

Doch der erhoffte Gewinn ließ lange auf sich warten.

Der Gewinn kam erst 1648 beim Westfälischen Frieden in Münster.

Ritter

Der Krieg hatte sich gelohnt. Die Schweden erhielten Gebiete in Pommern, die Inseln Usedom und Rügen, Wismar und Gebiete bis nach Bremen.

Die Ostsee war schwedisch. Dänemark musste Gotland, Ösel und Halland aufgeben.

Ferner gerieten Norwegen, Härjedalen und Jämtland unter schwedische Kontrolle.


 

Königin Kristina hat Probleme mit der Ehe. Sie fand keinen Mann. Wurde Katholikin und verzichtete auf die Krone. Ihre letzten Tage verbrachte sie voller Glauben in Rom „halleluja“ .

Im Jahre 1654 wurde ein Vetter von Kristina zum König gekrönt Karl X Gustav.

Im Osten schlugen sich die Russen und die Polen zu dieser Zeit. Gustav handelte nach dem Prinzip, dass sich ein guter Soldat im Ausland ernähren sollte, damit er der Staatskasse nicht zur Last fiele. Er schickte seine Truppen nach Polen und ließ arbeiten.

Der erhoffte Gewinn sprang aber dieses mal nicht heraus. Außer den Russen waren auch Holland und Brandenburg die Gegner (viel Feind, viel Ehr), aber aus der Sache wurde nichts.

Die Dänen dachten sich: „Der Gustav ist im Osten. Da können wir uns unsere verlorenen Gebiete zurückholen.“ Aber auch diese Rechnung ging nicht auf. Gustav schickte seine Truppen über das Eis der Ostsee (es war sehr kalt) und bereitete bei Roskilde (gibt es heute jedes Jahr ein tolles Open Air) den Dänen eine schwere Niederlage.

Die Dänen hatten erhebliche Landverluste und Gustav war zufrieden. Nichts im Osten, aber wenigstens von den Dänen etwas.