Geschichte der Schweden

Vorwort

Naja sagen wir mal so: Ohne etwas Geschichte zum Land sieht eine Homepage etwas mager aus. Aber das Problem ist die Menge. Wo fang ich an und wo ist das Ende? Wobei sich die Frage nach dem Ende von selbst beantwortet. Das eigentlich Schwere ist wie immer der Anfang. Da ich kein Buch schreiben wollte und nicht erwarte, dass meine Besucher stundenlang auf den Seiten bleiben (eigentlich schade), habe ich die ganze Sache gerafft und komprimiert.

Sollten Sie irgendetwas nicht ganz verstehen oder Ihnen der Hintergrund fehlen, holen Sie sich ein Buch aus der Leihbücherei zum Thema.

Habe ich auch gemacht, dass heißt es können auch zwei oder drei gewesen sein.

Sehen Sie die Sache also nicht so eng, mache ich auch nicht.

 

Teil 1: Von Null bis Gustav Vasa 1560


Eisberge

Am Anfang war es in Skandinavien erst mal ars...kalt und es gab überall nur Eis. Doch so nach und nach kam von Süden etwas Wärme ins Land und das Eis taute ab. Dies dauerte zwar ein paar Jahre, tausend oder so, aber irgendwann war das Eis weg. Für uns heute eine glückliche Sache, denn sonst gäbe es ja die alten Schweden nicht!

 

So ca. vor 8000 Jahren wanderten die alten Germanen ein und siedelten in Götland und Sveland am Mälaren. Somit hatten wir schon mal zwei Volksgruppen die Göten und die Svear. Beide Volksgruppen wanderten noch ein paar tausend Jahre als Nomaden durchs Land, bis die meisten von Ihnen keine Lust mehr auf die ewige Latscherei hatten und sesshaft wurden. Das war so ungefähr vor 5000 Jahren.

 

Mit der Zeit setzten sich die Landwirte und Fischer gegen die restlichen Nomaden durch, wahrscheinlich mit der Keule, weil die Nomaden die Felder zertrampelt hatten.

  Nomaden


Vor 3500 Jahren begann auch in Schweden die Kupferzeit. Die Bevölkerung war gewachsen und es gab vortreffliche Handwerker, wie Funde, welche in den Museen des Landes besichtigt werden können, belegen. Waffen, Schmuck und Werkzeug kann man in jedem Land in Europa aus dieser Zeit besichtigen, was mir aber in Skandinavien immer besonders gefallen hat, waren die Saufhörner für Met, kunstvoll verziert mit Deckel. Man sieht wieder einmal wer Bier hat, hat auch Kultur.

 

Trinkhorn ist in Arbeit


  Hammer

Eine wichtige Zeit der Entwicklung war die Zeit so ca. von 500 v.Chr. bis 500 n.Chr..

Die Kupferzeit ging zu Ende und die Eisenzeit begann. Die Urschweden konnten diesen Rohstoff gut verarbeiten und ein neuer Faktor kam zum Leben hinzu: Der Export von Waffen und Werkzeugen. Bis nach Rom gingen die Waren. Der Handel gewann immer mehr an Bedeutung und der Wohlstand wuchs. Aus dem Kontakt mit den Römern kam der Anstoß zur Entwicklung der Runenschrift.

Im Laufe der Jahrtausende waren beide Völker, die Svear und die Göten, zu einer stattlichen Größe gewachsen und es gab immer wieder kleinere Streitereien an den Grenzen.

 

Um 750 hatten die Svear genug vom Streit, sagten sich jetzt oder nie, packten Ihre Keulen unter die Arme und zogen gegen die Göten in den Krieg. Danach gab es eine ganze Zahl weniger Göten und die Svear beherrschten von nun an das ganze Land.

 


 

Wikingerboot

So ab dem 8. Jahrhundert blühte der Handel erst richtig auf, das Geschäft lief.  Die Nachfahren der alten Kaufleute, man nennt Sie jetzt Wikinger, bauten immer bessere Boote und der Handel weitete sich aus. Kaufleute aus ganz Europa trafen sich im damaligen Handelszentrum Birka am Mälarensee. Die Methoden zum erzielen von Gewinn waren beim Besuch fremder Länder nicht immer die Feinsten, aber für damalige Verhältnisse fast normal.

Für fast 250 Jahre wurden die Wikinger (Mehr zu den Wikingern unter befreundete Seiten) in großen Teilen Europas in die Nachtgebete eingeschlossen, welche immer mit dem Wunsch endeten “Und schütze uns vor den Wikingern“.

Die Svea sollen zwar nicht ganz so gehaust haben wie die westlichen Wikinger, aber Mord und Todschlag gehörte bei einem Raubzug zum Alltag

Die Götter der alten Svea, Thor und Odin, waren noch an der Macht und dem Volk der Svea ging es ganz prächtig.